Die Gastgeber

Jedes Ende ist auch ein Anfang

Am 2. November 2002 nahm die Familie Rösch den Betrieb im Schlosshotel auf. Seitdem verwöhnte Chefkoch Volker Rösch die Gäste des Restaurants mit deutscher und internationaler, aber auch mit oberhessischer Küche. Für Heiterkeit schon beim Bestellen sorgte dabei die umfangreiche Speisekarte, die durchweg in oberhessischer Mundart gehalten war (Übersetzung wurde mitgeliefert). Stammgäste schätzten die ordentlichen - eben "oberhessischen" - Portionen.

In den fünf Jahren seit Eröffnung haben die Röschs nicht nur den Hotelbetrieb auf Vordermann gebracht, sondern sich auch einen guten Namen bei der Ausrichtung von Hochzeiten und anderen größeren Feierlichkeiten gemacht. Zufriedene Brautpaare schwärmen von ausgefallenen - zum Beispiel mediterranen - Buffets und von der einfallsreichen Dekoration. Auch Silberpaare oder Jubilare mit rundem Geburtstag fühlten sich im Gederner Schloss äußerst wohl.

Das Pächterehepaar Trixy und Volker Rösch war schon zuvor gastronomisch kein unbeschriebenes Blatt. Volker Rösch begann seine "Kneipentour" 1986 im Bierschlauch in der Büdinger Vorstadt, nachdem er seinen Job als Sozialversicherungsfachangestellter an den Nagel gehängt hatte. Im Jahr 1990 eröffnete er zusätzlich das Café Äquator, um hier seiner Leidenschaft, dem Kochen, ungehemmt frönen zu können.

1998 schließlich übernahmen die Röschs die Wehrtborn-Schänke im Büdinger Stadtteil Wolferborn. Dort konnte der 48-Jährige den Beweis antreten, dass ihm das Schnitzelbacken en gros ebensowenig schwer fällt wie das Ausrichten internationaler Buffets. "Wir sind aber immer wieder an unsere Grenzen gestoßen, weil wir keinen Raum für größere Feierlichkeiten hatten. Deshalb haben wir uns um das Schloss beworben", erklärt Trixy Rösch (40), auch keine "Gelernte" in Sachen Gastronomie, sondern von Beruf Redakteurin.

Nach der fünfjährigen Erfahrung im Schloss zieht sich die Familie Rösch nun wieder in ihre Heimat Büdingen zurück. Volker Rösch stellt sich den Gastronomiekollegen gerne als "Feuerwehrmann" zur Verfügung, wenn es personelle Engpässe gibt, während sich seine Frau wieder ihrem eigentlichen Tätigkeitsfeld, dem Schreiben, widmen will.